Wir wollen lebenswerte Dörfer als Orte der Begegnung, starke Ortszentren mit einem starken Ehrenamt und ein gutes Umfeld für Familien. Wir wollen mehr Grün, bessere Busanbindungen und mehr Radwege, mehr entsiegelte Flächen. Wir wollen Flächen umsichtig nutzen, bei der Bebauung Klimakrise, demographischen Wandel und bezahlbare Mieten mitdenken.
Wir wollen einen echten Klimavorbehalt für alle kommunalen Maßnahmen. Wir wollen, dass die Energie- und Wärmeproduktion so lokal wie möglich organisiert wird und dass die lokale (Land)Wirtschaft, die lokalen Gemeindewerke und vor allem auch die Bürger:innen vor Ort daran teilhaben können - als Akteur:innen, Produzent:innen oder Teihabende in Energiegenossenschaften. Wir wollen Gemeindewerke, die bei der Energiewende aktiv vorangehen und einen Wettbewerb der Ideen statt Verwaltungsdenken bei der Klimawende. Damit Bovenden 2035 klimaneutral ist.
Fläche muss wieder als rares Gut verstanden und mit Böden muss sorgsam umgegangen werden. Deswegen rücken wir den Vorrang von Ökologie, Klima- und Generationengerechtigkeit ins Zentrum: Kein Ausverkauf von Flächen, Aufbau eines Entsiegelungskatasters, einen Fokus auf die Entwicklung von Innenflächen, einen Vorrang für ökologische Vorzeigeprojekte und für neue Ideen statt einem Weiter-so.
Wir wollen die Landwirt:innen als Akteur:innen im Kampf gegen den Klimawandel unterstützen, bei Blühstreifen, bei nachhaltiger Bewirtschaftung, bei der Vermarktung ihrer Produkte, bei der Schaffung von Kohlenstoffsenken, bei der Bereitstellung von Fläche für Erneuerbare Energien. Gemeinsam mit Gewerbe, Handel und Handwerk wollen wir Ökologie und Ökonomie im Lokalen zusammendenken. Wir wollen Parkplätze und Dachflächen mit Solarzellen überdachen und den lokalen Handel und die Versorgungssicherheit fördern.
Wir fordern die Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung und des Klimaschutzkonzeptes. Wir wollen den genossenschaftlichen und den kommunalen Wohnungsbau stärken und damit dem Mietendruck begegnen. Wir wollen Mehr-Generationen-Wohnen fördern und modulares Bauen unterstützen. Überdies wollen wir die Bauleitplanung und das Baurecht umfassend an die Klimakrise anpassen.
Individuelle, umweltschonende Fortbewegung wollen wir mit den Bedürfnissen einer wachsenden Kommune verbinden, durch attraktive und sichere Geh- und Radwege in und zwischen den Ortsteilen, ausreichend breite Fahrradstreifen. Wir wollen einen Ausbau des ÖPNV, mehr Schnellbusse, eine attraktivere Anbindung der Ortsteile und eine zügige Bereitstellung von Infrastruktur für E-Busse. Alternative Mobilitätsmöglichkeiten wie Lastenräder, E-Bikes, und Carsharing-Angebote sowie die Ladeinfrastruktur für E-Autos wollen wir massiv ausbauen.
Wir fordern kostenfreies WLAN in zentralen Bereichen der Ortsteile sowie an Bushaltestellen.
Bildung ist die Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben und gesellschaftliche Teilhabe. Gutes pädagogisches Personal in verlässlicher (Ganztags-)Betreuung, individuelle Sprachförderung, Musikförderung, digitales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Ein Jugend- und Kulturzentrum für den Kernort Bovenden.
Niemand soll Diskriminierung erleiden, etwa aufgrund von Geschlecht, Herkunft, sexueller Orientierung oder Einkommen. Dafür muss Demokratie Tag für Tag gelebt und entschlossen verteidigt werden. Ein jährliches Fest für Demokratie und Vielfalt möchten wir etablieren, Ehrenamt und Vereine stärken und ein gutes Zusammenleben fördern.
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